Immobilien Steuern 2017: Haben Sie diese Abgaben im Blick?

Immobilien Steuern 2017: Haben Sie diese Abgaben im Blick?

Sie möchten Ihre Immobilien in diesem Jahr verkaufen? Egal, ob Wohnung, Haus oder Grundstück - in Österreich fallen seit 1. Januar die neuen Immobilien Steuern 2017 an. Und diese können Sie vor ungeahnte Kosten stellen. Unser Steuerexperte Mag. Christopher Grass klärt Sie über die Neuerungen auf:


Immobilien Steuern 2017: Welche sind es und ab wann gelten sie

  • Die höhere Immobilienertragssteuer
  • die Besteuerung auf Veräußerungsgewinn
  • Seit 2016 gilt kein Inflationsausgleichs mehr
  • Höhere Grunderwerbssteuer

Die Immobilienertragssteuer wurde auf 30 % erhöht

Die Immobilienertragssteuer (Immo-ESt) wurde bereits im letzten Jahr auf 30 % angehoben. Bei Altfällen kommt es dadurch zu einer Steigerung der effektiven Steuerbelastung von 3,5 % auf 4,2 %, und bei Umwidmungen auf 18 %. Leider vergessen das aber immer wieder Immobilienbesitzer.

Der Inflationsausgleich fällt weg

Sofern eine Immobilie mindestens zehn Jahre in Ihrem Besitz war, konnte für jedes dieser Jahre ein Inflationsabschlag von zwei Prozent geltend gemacht werden. Seit 2016 gibt es diese Begünstigung des Inflationsausgleichs nicht mehr. Dies führt dazu, dass die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung deutlich höher ausfällt als bisher.

Änderungen bei der Grunderwerbssteuer

Grunderwerbsteuer:

Diese Änderung ist mit Sicherheit eine der weitreichendsten. Bislang galt als Basis für die Berechnung der Grunderwerbsteuer der Einheitswert. Dieser Wert beträgt in der Regel rund zehn Prozent des Verkehrswertes.

Mit 1.1.2016 wurde die Grunderwerbsteuer vom deutlich höheren Verkehrswert berechnet. Somit gilt die folgende Staffelung:

Ab einem Verkehrswert von auf
250.000 Euro 0,5 Prozent
bis 400.000 Euro 2 Prozent
und alles was darüber liegt 3,5 Prozent

Die Tabelle aufgeschlüsselt bedeutet: der Stufentarif für unentgeltliche und für teilentgeltliche Erwerbe hinsichtlich des unentgeltlichen Teils stellt sich wie folgt dar: Für die ersten EUR 250.000 fallen 0,5 % (günstiger als bisher), für die nächsten EUR 150.000 2,0 % und darüber hinaus 3,5 % an (hier wurde seitens des Fiskus kräftig angehoben).

Bei einer vorgezogenen Erbschaft, gelten die Werte des Immobilienpreisspiegels der Wirtschaftskammer Österreich als Basis zur Festsetzung des Verkehrswertes. Durch die neuen Steuersätze kommt es nur bei Wohnungen mit einem Wert von bis zu 200.000 Euro zu Ersparnissen bei der Grunderwerbsteuer. Bei teureren Objekten steigt die Grunderwerbssteuer im Vergleich zum jetzt anfallenden Betrag hingegen deutlich an.

Beispiel

Für eine Immobilie mit einem Verkehrswert von 500.000 Euro und einem Einheitswert von 50.000 Euro gilt bei Vererbung an einen direkten Nachfahren (Kind) folgende Regelung:

Bis 31.12.2015

Werte Zahlen
Verkehrtwert 500.000
Einheitswert 50.000
Einheitswert x 3** 150.000
Grunderwerbssteuer 2,0 %
Steuerbelastung 3.000

seit 01.01.2016:

Grunderwerbssteuer Verkehrswert Neue Steuerbelastung
0,5 % anteilig 250.000 1.250 Euro
2,0 % anteilig 150.000 3.000
3,5% darüber 100.000 3.500 Euro
Summe bei Verkehrswert 500.000 7.750 Euro

Zusammenfassung der neuen Immobilien Steuern 2016

Vieles hat sich in diesem Jahr nicht geändert. Doch den Änderungen von 2016 hallt immer noch ein Aufschrei der Gesellschaft nach. Die angestiegene Immo-Ertragssteuer von 25 auf 30 Prozent, die Grunderwerbsteuer ausgehend vom Verkehrswert, die erhöhte Bemessungsgrundlage durch den Wegfall des Inflationsabschlages und das Erbrecht prägen auch das Jahr 2017 nachhaltig. 

Wir helfen Ihnen gerne

Bewahren Sie den Überblick über den Steuerdschungel! Unsere Experten helfen Ihnen beim Immobilienverkauf:

    • Kostenlose Schätzung des Immobilienwerts
    • Detaillierte Analysen unserer Experten
    • Gratis Kaufangebot ohne versteckte Kosten

 

Gratis eBook: Neue Immobilien-Steuern & Richtlinien

Haben Sie die Immobilien-Steuern und Richtlinien 2016 & 2017 für Erben von Immobilien im Blick? Laden Sie sich kostenlos unser PDF herunter und verpassen Sie keine Fristen und übersehen Sie keine Steuern. 

Neuer Call-to-Action (CTA)

 

Kontaktieren Sie uns

 

Matthias Liebhart

Matthias Liebhart

Der Vertriebsmanager Matthias Liebhart lebt mittlerweile mit seiner Familie am Rande von Wien. Seit Jahren berät er Firmen wie auch Privatpersonen im Kauf und Verkauf von Immobilien. Er weiß um die schwierigen Umstände, in denen sich seine Klienten oft befinden, und entgegnet diesen stets mit Verständnis. Aus diesem Grund setzt er gerade im Verkaufsprozess auf 100 % Transparenz. Für Ihn sind Kunden nicht bloß Verkäufer – es sind Geschäftspartner. Und er ist der festen Überzeugung, dass beiden Seiten durch eine vollprofessionelle Abwicklung viel Zeit und Ärger erspart wird – quasi eine Win-Win-Situation.